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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Vertragsbedingungen für die Nutzung der Plattform

1. Geltungsbereich und Vertragspartner

Diese Bedingungen gelten für die Nutzung der Software „Klamox" (nachfolgend „die Software"). Vertragspartner ist Klamox - Inhaber Kilian Hartmann, St.-Leonhard-Str. 30, 86424 Dinkelscherben, Deutschland.

Das Angebot richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer im Sinne des § 14 BGB ebenso wie an Verbraucherinnen und Verbraucher im Sinne des § 13 BGB. In welcher Eigenschaft bestellt wird, gibt der Kunde im Bestellvorgang an; die Angabe wird mit Zeitpunkt und Fassung dieser Bedingungen dokumentiert.

Von dieser Angabe hängt ab, welche Vorschriften gelten:

  • Unternehmer haben kein Widerrufsrecht. Die §§ 312g, 355 BGB räumen es allein Verbrauchern ein; es entsteht gegenüber Unternehmern also gar nicht erst und wird auch vertraglich nicht eingeräumt. Preise verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer.
  • Verbraucher haben ein vierzehntägiges Widerrufsrecht. Es gelten die gesetzlichen Verbraucherrechte uneingeschränkt; die Widerrufsbelehrung ist gesondert beigefügt und maßgeblich. Der im Bestellvorgang genannte Gesamtpreis enthält die Umsatzsteuer.

2. Leistungsgegenstand und Grenzen der Leistung

Die Software liest Angaben aus hochgeladenen Produktfotos aus und erzeugt daraus Produktentwürfe für einen angebundenen Shopify-Shop. Der Umfang richtet sich nach dem gebuchten Tarif.

Geschuldet ist die Bereitstellung der Software, nicht ein bestimmtes Ergebnis. Die Auswertung erfolgt maschinell durch Systeme künstlicher Intelligenz. Nicht geschuldet sind insbesondere:

  • die inhaltliche Richtigkeit der erzeugten Angaben, namentlich zu Marke, Größe, Zustand, Material und Maßen;
  • eine bestimmte Erkennungsgenauigkeit oder Fehlerquote;
  • eine bestimmte Verarbeitungsdauer je Produkt oder je Stapel;
  • eine bestimmte Anzahl verarbeiteter Produkte je Zeiteinheit;
  • ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg, insbesondere eine bestimmte Zeitersparnis, Umsatz- oder Reichweitenwirkung.

Das Ergebnis hängt maßgeblich von Umständen ab, die der Anbieter nicht beeinflussen kann — vor allem von Qualität, Ausleuchtung und Vollständigkeit der hochgeladenen Fotos sowie von der Lesbarkeit der abgebildeten Etiketten. Auch die Erreichbarkeit der angebundenen Dienste Dritter (Shopify, eingesetzte KI-Anbieter) liegt außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters.

Zahlenangaben in der Produktdarstellung des Anbieters — etwa zur Bearbeitungsdauer je Teil oder zur Zeitersparnis — sind Erfahrungswerte aus dem laufenden Betrieb. Sie beschreiben typische Verläufe und stellen keine Zusicherung einer Eigenschaft dar; im Einzelfall kann das Ergebnis davon abweichen.

Prüfung und Freigabe obliegen dem Kunden. Erzeugte Produkte werden standardmäßig als Entwurf angelegt und erscheinen erst dann im Shop, wenn der Kunde sie freigibt. Stellt der Kunde einen Workflow auf sofortige Veröffentlichung um, verzichtet er damit bewusst auf diese Prüfung; er bestätigt das in der Software gesondert. Für die Richtigkeit der im Shop veröffentlichten Angaben ist der Kunde in beiden Fällen verantwortlich (siehe § 6).

3. Vertragsschluss

Die Darstellung der Tarife auf der Angebotsseite ist kein bindendes Angebot. Mit Absenden der Bestellung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt mit der Bestätigung der Zahlung zustande. Erst danach wird der Zugang eingerichtet.

4. Laufzeit und Kündigung

Der Vertrag läuft einen Monat und verlängert sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, sofern er nicht bis zum Ende der laufenden Periode gekündigt wird. Die Kündigung ist jederzeit im Konto unter „Einstellungen → Abo & Rechnungen" möglich; einer Begründung bedarf es nicht. Der Zugang bleibt bis zum Ende des bereits bezahlten Zeitraums bestehen.

Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt.

4a. Erstattungen

Vierzehn Tage Zufriedenheitsgarantie. Ist der Kunde mit der Software nicht zufrieden, erstattet ihm der Anbieter auf Antrag den Teil des Entgelts, der auf die noch nicht genutzten Tage des bezahlten Zeitraums entfällt. Die Zusage gilt für alle Kunden, ausdrücklich auch für Unternehmer. Einen Mangel muss der Kunde nicht nachweisen.

Frist. Der Antrag muss beim Anbieter eingehen, solange seit der ersten Zahlung des Kunden nicht mehr als vierzehn volle Tage vergangen sind. Maßgeblich ist der Zeitpunkt des Eingangs, nicht der der Bearbeitung. Der Kunde stellt den Antrag im Konto unter „Einstellungen → Abo & Rechnungen", Verweis „Beschwerde & Erstattung", oder in Textform an kilian@klamox.com.

Höhe. Als genutzt gelten die vollen Tage zwischen der ersten Zahlung und dem Eingang des Antrags. Beispiel: Der Kunde zahlt 200 EUR für einen Abrechnungszeitraum von 30 Tagen und meldet sich sieben volle Tage nach der Zahlung. Ungenutzt sind dann 23 der 30 Tage; erstattet werden 153,33 EUR.

Einmal je Kunde. Die Zusage gilt einmal je Kunde, und die Frist beginnt nur mit seiner ersten Zahlung. Die monatliche Verlängerung nach § 4 setzt denselben Vertrag fort und ist kein neuer Vertragsschluss; sie setzt die Frist ebenso wenig neu in Gang wie ein Tarifwechsel oder eine erneute Bestellung nach einer Kündigung.

Ende des Vertrags. Mit der Erstattung endet der Vertrag. Der Zugang endet, und weitere Zahlungen werden nicht eingezogen.

Nach Ablauf der Frist wird bei einer ordentlichen Kündigung (§ 4) nichts anteilig erstattet. Der Kunde kann den Vertrag jederzeit zum Ende des bezahlten Zeitraums kündigen; bis dahin bleibt der Zugang bestehen.

Abwicklung über Paddle. Die Erstattung veranlasst der Anbieter über Paddle (§ 5). Sie geht auf das Zahlungsmittel zurück, mit dem bezahlt wurde; Paddle schickt dem Kunden darüber einen Beleg. Paddle entscheidet als Verkäufer nach seinen eigenen Bedingungen auch selbst über Erstattungen. Sehen diese im Einzelfall eine für den Kunden günstigere Regel vor, gilt die günstigere.

Gesetzliche Rechte bleiben unberührt. Die Zusage ist kein Widerrufsrecht und räumt Unternehmern keines ein (§ 1). Verbrauchern steht ihr gesetzliches Widerrufsrecht daneben uneingeschränkt zu; es richtet sich nach der Widerrufsbelehrung. Ebenso unberührt bleiben Ansprüche wegen Mängeln, insbesondere auf Minderung (Nutzungsbedingungen § 15), und das Recht zur außerordentlichen Kündigung. Dieser Abschnitt schränkt keine Rechte ein, die der Kunde ohne ihn hätte.

5. Preise, Zahlung und Zahlungsabwicklung

Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Angebotsseite genannten Preise. Gegenüber Unternehmern verstehen sich die Preise netto zuzüglich der jeweils gesetzlichen Umsatzsteuer. Gegenüber Verbrauchern ist der im Bestellvorgang ausgewiesene Gesamtpreis maßgeblich; er enthält die Umsatzsteuer. Die Zahlung ist im Voraus für die jeweilige Periode fällig.

Die Zahlung wird über die Paddle.com Market Ltd. abgewickelt. Paddle tritt dabei als Verkäufer gegenüber dem Kunden auf („Merchant of Record"): Der Zahlungsvertrag kommt zwischen dem Kunden und Paddle zustande, Paddle stellt die Rechnung und führt die Umsatzsteuer ab. Für die Zahlungsabwicklung gelten ergänzend die Bedingungen von Paddle, die im Bezahlfenster einsehbar sind.

Kommt eine Zahlung nicht zustande, versucht Paddle den Einzug mehrfach zu wiederholen. Bleibt sie endgültig aus, endet der Zugang mit Ablauf des zuletzt bezahlten Zeitraums.

6. Mitwirkung des Kunden

Der Kunde stellt die Zugangsdaten zu seinem Shop bereit und hält sie geheim. Er sichert zu, zur Nutzung der hochgeladenen Inhalte berechtigt zu sein und keine rechtsverletzenden Inhalte hochzuladen. Für die Richtigkeit der im Shop veröffentlichten Angaben ist allein der Kunde verantwortlich.

7. Rechte an Inhalten und Nutzungsrecht an der Software

Hochgeladene Inhalte und die daraus erzeugten Produktdaten bleiben beim Kunden. Der Anbieter verarbeitet sie ausschließlich zur Erbringung der Leistung.

Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht zur Nutzung der Software im vertraglich vereinbarten Umfang. Eine Weitergabe des Zugangs an Dritte ist nicht gestattet.

8. Verfügbarkeit

Welche Verfügbarkeit der Anbieter schuldet, regeln die Nutzungsbedingungen (dort § 10). Sie gehen diesem Abschnitt vor; er wiederholt sie nicht, damit nicht zwei Texte dieselbe Frage verschieden beantworten.

Notwendige Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit angekündigt und in nutzungsarme Zeiten gelegt. Zeiten, in denen die Software wegen Störungen bei angebundenen Diensten Dritter (insbesondere Shopify oder den eingesetzten KI-Anbietern) nicht oder eingeschränkt nutzbar ist, hat der Anbieter nicht zu vertreten.

9. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet er nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten — also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf — und der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

10. Datenschutz

Einzelheiten zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung. Verarbeitet der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten Dritter, schließen die Parteien auf Verlangen des Kunden eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO.

11. Änderungen dieser Bedingungen

Der Anbieter kann diese Bedingungen mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dies zur Anpassung an geänderte rechtliche oder technische Rahmenbedingungen erforderlich ist. Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten die geänderten Bedingungen als angenommen; auf diese Folge wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Im Fall des Widerspruchs kann jede Seite den Vertrag zum Wirksamkeitszeitpunkt kündigen.

12. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der Schutz zwingender Vorschriften des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts nicht entzogen wird.

Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.

Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Gültig seit 01. November 2026